Punkteteilung im Auswärtsspiel beim FV Helmstadt II

FV Helmstadt II - SV Kist   1 : 1 

Tore: 0:1 Elias Breitner (34.), 1:1 (88.)

Zuschauer: 50

 

Nach zwei Unentschieden in Folge wollte der SV Kist in Helmstadt im ersten 13:00-Spiel dieser Saison endlich wieder einmal drei Zähler einfahren, um den Anschluss nach oben in der Tabelle nicht zu verpassen.

In der ersten Halbzeit gelang den Rot-Weißen auch ein ordentliches Spiel, welches durch den Premierentreffer von Neuzugang Elias Breitner in seinem ersten Spiel für Kist auch mit einer 1:0 Führung in die Pause ging.

In der zweiten Hälfte konnten die Hausherren das Ruder aber stärker an sich reißen, während der SV Kist die Führung verteidigen und vereinzelt Akzente nach vorne setzen wollte, die allerdings nicht gut ausgespielt wurden. 

Kurz vor Schluss gelang der Heimmannschaft letztendlich durch einen Konter der Ausgleichstreffer, weshalb es sich für die Kister eher wie zwei verlorene Punkte statt einem gewonnenen Punkt anfühlt und somit das dritte unglückliche Unentschieden in Serie zu Buche steht. 

Silberne Raute für den SV Kist

Auf dem Bild von links nach rechts: Bürgermeister Volker Faulhaber, Alex Kiesel, Gerhard Beck, Steffen Sachs, Oskar Michel,

Ehrenamtsbeauftragter Ludwig Bauer, Jugendleiter Christos Papadopoulos, Alfred Scheder und René Schneider.  Foto: Hubert Weisensel

Viele aktive und passive Sportler waren der Einladung des SV Kist zur Weihnachtsfeier ins Sportheim am Waldsportplatz gefolgt. Gerhard Beck begrüßte für die „Säule Sport Aktiv“ die Gäste, u.a. Bürgermeister Volker Faulhaber,  Vanessa Wittke für den Hauptverein und den langjährigen Vorstand und Abteilungsleiter Gerhard Wirth, der vor zwei Wochen für seine über 60jährige Vereinsarbeit mit der höchsten Ehrung des Deutschen Fußball-Bundes für Vereinsarbeiter ausgezeichnet wurde, und den DFB-Kreisehrenamtsbeauftragten im Fußballkreis Würzburg, Ludwig Bauer. Im Jahresrückblick berichtet Gerhard Beck auch, das man die Arbeit im Verein auf sechs Säulen verteilt hat. Nach einem Weihnachtslied der Kister Musikanten überreichte der Ehrenamtsbeauftragte Ludwig Bauer dem SV 46 Kist zum 2. Mal die Silberne Raute mit den Worten: „Es ist für mich eine große Freude und Ehre anlässlich der Weihnachtsfeier dem SV 46 Kist zum 2. Male die Silberne Raute überreichen zu dürfen.“ Nach den Statuten der Raute winkt im nächsten Jahr als Höhepunkt die Goldene Raute, die höchste Auszeichnung des Verbandes für Fußballvereine. Ludwig Bauer weiter: Bei der Silbernen Raute zählt nicht die Spielklasse oder ein Tabellenplatz. Der SV 46 Kistbekommt diese Auszeichnung, weil er sich erfolgreich darum beworben hat und mit dieser Auszeichnung würdigt der Verband die erneuten Leistungen des Vereines in den Bereichen Ehrenamt, Jugendarbeit, Breitensport und Präventation. Mit diesem Gütesiegel bestätigt der Verband dem SV 46 Kist, dass er die Anforderungen eines modernen Vereins seit Jahren mehr als erfüllt. Der sehr gut aufgestellte SV 46 Kist mit seiner soliden Vereinsführung hat mit seiner Arbeit diese heutige Auszeichnung mehr als verdient.

Zum Schluss seiner Rede sagte er zu Bürgermeister Volker Faulhaber: „Herr Bürgermeister, sie und alle Kister Bürger dürfen stolz sein auf die Leistungen und das Engagement beim Sportverein Kist. Der Sportverein Kist ist heute ein „ausgezeichneter“ Verein.

Der SV Kist strebt nach Fairness

aus der Mainpost-Ausgabe vom 19.09.2017

„Rot-Weiß – unsere Farben – unser Verein“. So lautet die neue Parole des SV Kist. In diesem Verein – auch das ist neu – soll es von jetzt an vor allem fair zugehen. Zumindest, wenn es nach dem sportlichen Leiter Gerhard Beck und seinen Unterstützern Oskar Michel, Michael Baunach und Wolfram Krapf geht. Kaum ins Amt gewählt, haben sie Leitlinien erarbeitet. Eine davon lautet: „Sportliches und faires Verhalten wird von den Funktionären, Trainern und Mannschaftsbetreuern vorgelebt und ebenso von den Spielern verlangt.“ Auf keinen Fall will man, wie in der vergangenen Saison, wieder Letzter in der Fairnesstabelle sein.

Da trifft es Beck hart („Ich predige jetzt seit zehn Wochen Fairness“), dass es am vergangenen Wochenende in der Kreisklasse-Partie gegen den SV Waldbrunn zu einer unschönen Begebenheit kam, die für den Kister Spieler Nasir Alispahic mit einem Platzverweis endete. Der 20-jährige Bosnier hatte, nachdem er gefoult worden war, seinen Gegner angespuckt. „Das war natürlich total daneben, da gibt es keine Entschuldigung dafür. Wir müssen daran arbeiten, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt“, sagt Beck, der jedoch nicht möchte, dass der Vorfall für den jungen Fußballer, der gegen Waldbrunn sein Pflichtspieldebüt gegeben hat, zum Stigma wird.

"Fußball ist nie gerecht"

„Fußball ist nie gerecht und Fouls gehören dazu. Nasir muss eben lernen, seinen Verstand einzuschalten und sich zu beherrschen.“ Kapitän Andre Scheder, der gegen Waldbrunn in der 38. Minute den Ausgleichstreffer erzielte, ergänzt: „Jeder hat eine zweite Chance verdient.“ Der Rotsünder, der seit drei Jahren in Deutschland lebt und in Würzburg Wirtschaftswissenschaft studiert, ist zerknirscht: „Was passiert ist, tut mir leid. Ich hab mich dafür auch bei meinem Gegenüber entschuldigt.“ Wie lang er für seine Unsportlichkeit gesperrt sein wird, steht noch nicht fest.

Klar ist allerdings, dass er nicht auf dem Platz stehen wird, wenn der SV am Samstag (15.30 Uhr) den TSV Eisingen zum Lokalderby empfängt. In der erwartet hitzigen Stimmung können die Kister zeigen, wie ernst es ihnen mit ihrem Streben nach Disziplin und Fairness ist.

„Die letzten zwei Jahre waren schon krass“, erinnert sich Kapitän Scheder an eine Saison, in der er mit seiner Mannschaft gerade so den Klassenerhalt geschafft hat. Den sportlichen Misserfolg, den permanenten Kampf gegen den Abstieg und den draus resultierenden Frust macht er mitverantwortlich für die Disziplinlosigkeiten.

Durchschnittsalter 22
„Das war schon auffallend hier. Wir haben uns ja permanent selbst geschwächt“, sagt Beck. Die Hoffnung, dass sich in dieser Spielzeit etwas ändern wird, schöpft er nicht nur daraus, dass er seit Wochen Werte predigt, sondern auch aus der Tatsache, dass zwei bis drei Hitzköpfe das Team verlassen haben. Dafür kamen viele junge Talente nach. Inzwischen hat der Kader ein Durchschnittsalter von 22 Jahren, 15 von 18 Spielern stammen aus der eigenen Gemeinde.

„Das Team hat Potenzial. Gerade ihm wollten wir eine Perspektive geben“, sagt Beck und denkt dabei an den Rücktritt des kompletten Vorstandes im Januar. Die Fußballabteilung des SV Kist stand vor dem Aus, bis der 53-Jährige und seine Mitstreiter beschlossen, die Fußballabteilung neu zu strukturieren und die Weichen für die Zukunft zu stellen. So gab es neben der inhaltlichen Fokussierung auf Disziplin, Fairness, Fitness und sportliche Weiterentwicklung einige organisatorische Veränderungen.

Die Fußballabteilung ruht nun auf sechs Säulen – namentlich „Verwaltung“, „Liegenschaften“, „Veranstaltungen/Bewirtung Sportheim“, „Sport aktiv“, „Jugend“ und „Alte Herren“ – wodurch die Arbeit besser verteilt wird. Das ermöglicht es auch einem großen Teil der alten Vorstandschaft, weiter mitzuwirken. Erste Veränderungen sind für Scheder und seine Kameraden bereits spürbar: „Wir sind im Verein wieder eine Einheit geworden. Die Euphorie ist zurück. Auch im Dorf.“